Buchmann & Partner AG bietet seit kurzem Hypno-Coachings an. Passt dies überhaupt zum Kerngeschäft Wiedereingliederung und Stellenvermittlung?

Ich sehe es vor allem als Ergänzung zum Bestehenden. Wir bieten im Rahmen der Dienstleistungen bereits klassische Coachings an. Ich habe verschiedene Coaching-Ausbildungen absolviert und schliesslich festgestellt, dass für mich in der täglichen Arbeit mit unseren Klienten manchmal etwas an Werkzeugen fehlt. Da sehe ich die Kompetenz des Hypno-Coachings als optimale Erweiterung unseres Angebots.

Wo sehen Sie Synergien?

Wir bieten keine Sitzungen zur Rauchentwöhnung an. Wir betreuen und unterstützen ja bekanntlich Menschen, die nach einem Unfall oder einer Krankheit wieder den Anschluss an den Arbeitsmarkt suchen. Da sitzt das Erlebte oft noch tief belastend und wenn es dann z.B. zu einem Vorstellungsgespräch kommt, ist die Angst gross und das Selbstvertrauen klein. Da macht es Sinn und ist es hilfreich, als Ergänzung zur klassischen Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch, eine entspannende Sitzung Hypno-Coaching zu erleben, während diese Unsicherheiten mental gestärkt werden.

 

Inwiefern kann ein Klient in der beruflichen Wiedereingliederung von einem Hypno-Coaching profitieren?

Im gerade erwähnten Fall profitiert er davon, dass er ein ganzheitliches Coaching erlebt im Sinne einer technischen/kommunikativen Vorbereitung und einer mentalen Vorbereitung. Das heisst nicht, dass ein Hypno-Coaching bei uns gemacht werden muss, um gut vorbereitet in ein Vorstellungsgespräch zu gehen. Grundsätzlich ist dies ganz einfach eine zusätzliche Dienstleistung und kann optional gebucht werden. – Ich möchte allerdings nicht nur Klienten aus der beruflichen Wiedereingliederung erwähnen, die von unserer Dienstleistung profitieren. Unser Angebot zielt schon auch darauf ab, allen Klienten diese Möglichkeit anzubieten.

 

Wie läuft ein Hypno-Coaching ab?

Als Erstes findet ein individuelles Vorgespräch von ca. 30 bis 60Min. statt, um die Bereitschaft zur Intervention und um die Zielvereinbarungen abzusprechen. Das Einverständnis vorausgesetzt, geht’s direkt ins Hypno-Coaching, das meist in Form einer Kurzzeit-Intervention entsprechend einer für die Zielfokussierung abgestimmten Suggestionstechnik erfolgt. Nützliche Wirkungen und Verhaltensveränderungen können durchaus bereits in wenigen Stunden erreicht werden. Es ist ja übrigens nicht der Coach, der “heilt“, sondern er führt den Klienten, damit dieser seine eigenen Ressourcen mobilisiert und nutzt, auf dem Weg zum Erreichen der gesteckten Ziele.

 

Sie teilen die angesprochene Zielgruppe in 3 Bereiche ein: Sportler, Wiedereingliederung und Private, können Sie uns kurz schildern, wo Sie bei diesen drei Zielgruppen die Schwerpunkte legen.

In der beruflichen Wiedereingliederung habe ich die Arbeit am Selbstvertrauen bereits angesprochen. Weitere Themen sind Prüfungsängste (z.B. Assessments), Leistungsblockaden, Vortragsangst und ähnlich verwandte Befangenheiten, die bei der Stellensuche zum Tragen kommen, aber auch der Umgang mit Stress.

Im Bezug auf Sportler und unserer Dienstleistung "Schlusspfiff" spreche ich vor allem das Mental-Coaching an, ein Bereich, der in den Vereinigten Staaten längst bis in den Amateurbereich hinein genutzt wird und hierzulande, ausser im Spitzensport, noch wenig breitgefächert ein Thema ist.

 

Sie sprachen vorhin als dritte Zielgruppe die Menschen an, die nicht im Rahmen einer beruflichen Wiedereingliederung betreut werden und trotzdem von den Dienstleistung eines Job-Coachings oder Hypno-Coachings profitieren wollen.

Wir arbeiten schon viele Jahre im Bereich Job-Coaching mit privaten Klienten sehr erfolgreich zusammen. Die Dienstleistung “Hypno-Coaching“ ist ganz einfach eine Erweiterung des Angebots.

 

In welchen Fällen raten Sie von einem Hypo-Coaching ab?

Wenn ein Klient in ärztlicher Behandlung steht, spreche ich eine Anwendung von Hypno-Coaching selbstverständlich mit dem medizinischen Fachpersonal ab (Ärzte, Psychiater, Psychologen). An diese Vorgaben halten wir uns strikte.

 

Noch einige generelle Fragen zur Hypnose-Therapie. Was ist Hypnose genau?

Ganz kurz gesagt ist Hypnose ist ein Zustand, in dem man offen(er) für Veränderungen ist. Man spricht das Unterbewusstsein an und umgeht den kritischen und rationalen Teil des Verstandes. Man ist in einem Zustand allgemeiner Entspannung und, entgegen landläufiger Meinung, schläft man nicht. Man ist hellwach, hochkonzentriert und offen für Suggestionen.


Ist man während einer Hypnosesitzung dem Therapeuten ausgeliefert?

Nein, der Klient hat jederzeit die volle Kontrolle über das, was geschieht und steuert den Prozess mit. Ausserdem ist es so, dass man im ständigen Rapport ist mit dem Klienten. Das heisst, wenn die Hypnose nicht mehr geführt wird, beendet der Klient die Trance ganz von alleine.

 

Verrät man unter Umständen während einer Sitzung intime Geheimnisse?

Nein, natürlich nicht. Wie schon gesagt, der Klient behält die Kontrolle über das, was bei ihm und mit ihm geschieht.


Muss der Klient, daran glauben, damit Hypnose überhaupt funktioniert?

Er muss nur bereit sein und es wollen, - man kann eine Hypnose nicht erzwingen. Es ist immer ein Zusammenspiel von gleichwertigen Partnern und “funktioniert“ nur, wenn beide, sowohl Hypno-Coach und Klient, diese Partnerschaft eingehen.

 

Wann funktioniert Hypnose nicht?

Es geht bei jedem, der es will und es zulässt.

 

Kann man aus der Hypnose nicht mehr erwachen?

Nein, wenn eine Hypnose nicht mehr geführt wird, erwacht der Klient von alleine.

 

 

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oder Telefon: 044 456 44 44